Ernährung bei Hypothyreose – goitrogene Lebensmittel

 

Jod – ein wichtiges Schilddrüsenelement

 

Die Schilddrüse braucht Jod, denn die Schilddrüsenhormone T3 (aktives Hormon) und T4 (Speicherform) bestehen aus Jod, bzw. Jodid.

Besteht eine Schilddrüsenvergrößerung oder ein Kropf aufgrund eines Jodmangels über längere Zeit, verändert sich das Schilddrüsengewebe. Der Arzt spricht dann von Knotenbildung. In sogenannten „kalten Knoten“ haben die Zellen ihre Funktion aufgegeben und produzieren keine Schilddrüsenhormone mehr. Es besteht eine Schilddrüsenunterfunktion (medizinisch: Hypothyreose). In seltenen Fällen kommt es zum Schilddrüsenkrebs.
In „heißen“ oder „autonomen“ Knoten sammeln sich aktive und überaktive Schilddrüsenzellen. Unabhängig vom tatsächlichen Bedarf produzieren diese Knoten unkontrolliert Hormone. Eine Schilddrüsenüberfunktion (medizinisch: Hyperthyreose) entsteht. Mögliche Beschwerden sind Gewichtsabnahme, Nervosität, Schlafstörungen, schneller und unregelmäßiger Herzschlag sowie Durchfall, Durst und abnehmende Leistungsfähigkeit.
Es gibt aber auch genetische Erkrankungen, die zu Schilddrüsenfunktionsstörungen führen. Bei der Hashimoto-Thyreoiditis zerstören Immunzellen körpereigenes Schilddrüsengewebe, und es folgt eine Unterfunktion. Beim Morbus Basedow kommt es – ebenfalls durch eine Autoimmunreaktion – zu einer Schilddrüsenüberfunktion.

Eine über Fisch, Algen sowie Jodsalz und damit hergestellte Produkte kann durch bestimmte Lebensmittel gehemmt werden.

 

Goitrogene Lebensmittel – Hemmen die Jodaufnahme

 

Am bekanntesten sind die in verschiedenen Kohlarten vorkommenden „Brassica-Faktoren“, benannt wegen der botanisch Zuordnung zur Familie der Brassicaceae (Kreuzblütengewächse). Einige Verbindungen sind im Stande, die Produktion der Schilddrüsenhormone zu hemmen. Diese Stoffe werden Goitrogene genannt, da sie langfristig eine Struma (Kropf, engl. „Goiter“)  erzeugen können. Einige Goitrogene kommen in der normalen Ernährung vor.

Goitrogene werden in verschiedene Kategorien eingeteilt:

  1. Cyanogene Glucoside
  • Mandeln,
  • Kassava (Maniok),
  • Sorghumhirse (Mohrenhirse)
  • Mais
  • Hirse
  1. Hydrolyse des Thioglucosides. Hierbei entstehen Thiocyanate und Isothiocyanate und Thiocyanat hemmt die Aufnahme vom Jod aus dem Blut in die Schilddrüse
  • Kohl
  • Grünkohl
  • Rosenkohl
  • Blumenkohl
  • Kohlrabi
  • Turnip (eine Kreuzung zwischen Kohl und Rübe)
  • Rutabaga (Schwedische Rüben)
  • Senf
  • Radieschen
  • Meerrettich
  • Milch von Kühen vor, die solche Pflanzen gefressen haben.
  1. Progoitrin ist ein Senföl-Thioglycosid. Es wird vermutlich durch Bakterien im Darm in Thioglycosid, L-5-Vinyl-2-Thio-Oxazolidon umgewandelt. Dieser Stoff hemmt die Oxidation von Jod und die Bindung an Eiweiße, ähnlich wie Thiocarbamid. Zu diesen Kategorien werden folgende Nahrungsmitteln gezählt:
  • Mais
  • Erdnuss
  • Soja
  • Raps
  • Hirse
  • Grünkohl
  • Brokkoli
  • Kohlrabi
  • Blumenkohl
  • Senf
  • Rosenkohl
  • Pinienkerne
  • Kohl

 

 

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