Leaky Gut Diagnostik

 

Das komplexe Zusammenspiel aus Nahrungsmittelallergenen, Mikroorganismen (z.B. Herpes Viren), Epithelprozessen und Immunsystem beeinflusst die Entstehung vieler chronischer Erkrankungen. Vor allem eine durchlässige Darmschleimhaut – das Leaky Gut-Syndrom – spielt dabei eine zentrale Rolle.

 

Wie kann diese „durchlässige Darmwand“ festgestellt werden?

 

Bei einer erhöhten Permeabilität bei extrazellulären und intrazellären Absorptionsprozessen verändern sich die folgenden Marker:

Stuhltest: Hierfür wird eine Stuhlprobe an ein akkreditiertes Labor eingesandt. Ich empfehle hierfür nicht auf die derzeitigen „gehypten“ Genanalysentest, die mal schnell im Internet per Testkist shoppen kann, zurückzugreifen. Bei einer Genanalyse kann man nicht auf die Anzahl der Darmbakterien schließen und auch viele Bakterienarten können derzeit noch nicht eingeschätzt werden, welchen Beitrag sie für das Mikrobiom leisten.

Vielmehr ist die Stuhlflora-Analyse – die sich seit den letzten 20 Jahren entwickelt hat – forschungspraktisch und methologisch wesentlich aussagekräftiger bezüglich therapeutischer Hinweise.

Leaky Gut Marker im Stuhl:

 

Alpha-1-Antitrypsin

Vor allem die Leber bildet das Protein α-1-Antitrypsin. Es macht bis zu 90 Prozent aller α-1-Globuline aus. α-1-Antitrypsin ist ein Proteaseinhibitor, hemmt also proteolytische Enzyme und verhindert so die Zersetzung des Bluteiweißes. Als Proteaseinhibitor wird α-1-Antitrypsin selbst nur geringfügig abgebaut und eignet sich deshalb gut als Marker. Bei Entzündungen bildet der Körper verstärkt α-1-Antitrypsin.

Zonulin

Das Regulatorprotein Zonulin ist ein geeigneter Marker, um die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut zu messen. Zonulin reguliert den Austausch von Flüssigkeit, Makromolekülen und Leukozyten zwischen dem Blutstrom und dem Darmlumen. Außerdem schützt es die subepithelialen Schichten.
Verschiedene Reize veranlassen die Darmepithelzellen, Zonulin in das Darmlumen und in die Blutgefäße abzugeben. Beispiele sind der direkte Kontakt zu Bakterien bei fehlender oder unterbrochener intestinaler Mukusschicht und der Kontakt zu Gliadin. Das Zonulin bindet an Rezeptoren auf der Oberfläche der Darmepithelzellen und löst eine Signalkaskade aus, durch die sich das Zytoskeletts der Zelle zusammenzieht. In der Folge öffnen sich die Tight junctions. Findet die Zonulin-vermittelte Öffnung der Tight junctions wiederholt und verstärkt statt, entwickelt sich das Leaky gut-Syndrom.

Kritik an Zonulin: Das nur intakte Zellen, bzw. Enterozyten können Zonulin sezernieren. Bei sehr schweren Entzündungen kann der Zonulin Peak auch ausbleiben im Stuhl sowie im Blut.

 

Labor Marker im Blut für Leaky Gut:

 

Neuer Marker für das Leaky Gut – I-FABP

Die gestörte Darmschleimhaut kann nun auch zuverlässig durch das Intestinal-fatty acid binding protein I-FABP getestet werden. I-FABP kommt zu 100% nur im Inneren (im Zytoplasma) einer Darmepithelzelle vor und kann somit als sehr spezifischer Marker herangezogen werden. Bei Entzündungen die das Darmepthelgewebe schädigen wird I-FABP ins Blut freigesetzt und kann im Serum gemessen werden.

  • Histamin (gesamt) /Hepatin – mehr zu Histamin – hier entlang
  • TNF-alpha/Serum (CLIA) – mehr zu TNF Alpha – hier entlang
  • Zonulin/Serum
  • I-FABP/Serum (ELISA)
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