Regeln der Bekömmlichkeit für eine gute Verdauung

nach der Ernährungslehre der 5 Elemente

 

  1. Unter Berücksichtigung persönlicher Vorlieben sollten Ernährungsgewohnheiten schrittweise in eine gesündere Richtung gelenkt werden. Andererseits muss man etwas Neues eine Zeit lang konsequent ausprobieren, um den Unterschied zu erleben. Am besten eignet sich hierfür das warme Frühstück.
  1. Für die meisten Menschen sind gekochte Speisen wesentlich bekömmlicher als rohes Gemüse, Obst und Getreide. Den Verlust an verdauungsaktiven Enzymen oder Vitaminen durch das Kochen kann man ausgleichen durch: nicht pasteurisierten Essig und frische Kräuter und Blattsalate. Damit der Vitaminverlust gering bleibt, empfiehlt es sich, dass Gemüse klein zu schneiden und nur kurz zu garen.
  1. Gekochte Speisen sind grundsätzlich bekömmlicher als Brotmahlzeiten. Und Brot, dass mehrere Tage alt ist oder mehrfach getoastet wird, bis es fast trocken ist, ist bekömmlicher als frisches. Insbesondere Menschen die sich vegetarisch ernähren und solche, die Übergewicht und Wasseransammlungen reduzieren möchten, haben mit zwei bis drei gekochten Mahlzeiten täglich die besseren Resultate bezüglich ihrer Vitalität und einer Gewichtsreduktion.
  1. Für die Morgenmahlzeit eigenen sich Suppen, reine Gemüsegerichte, pikante Getreidegerichte mit Gemüse, mit Ei oder Nüssen, ebenso Gemüse mit Hülsenfrüchten oder Getreidebrei mit Kompott. Diese gekochten Speisen sorgen für ein wohliges Wärmegefühl, sind sättigend und nahrhaft. Wenn sie mit aromatischen Kräutern und Gewürzen mild verfeinert werden, sind sehr bekömmlich und werden gut verdaut. Sie beugen Übergewicht und Wassereinlagerungen vor und stärken die Abwehr. Erfahrungsgemäß bringt die Ernährungsumstellung auf ein warmes Frühstück an etwa vier bis fünf Tagen pro Woche bereits nach wenigen Wochen eine deutlich spürbare Steigerung des Wohlbefindens. Gelüste auf Süßes wird reduziert. Man sollte sich möglichst auf drei Hauptmahlzeiten beschränken, damit die Verdauung abgeschlossen ist, bevor das nächste Essen kommt. Bei Heißhunger eignen sich Nüsse, Sonnenblumenkerne, da sie bereits in kleinen Mengen sättigend wirken.
  1. Frisch gekochte Speisen sind in der Regel hochwertiger und bekömmlicher als aufgewärmte, die gilt insbesondere für Gemüse. Ausnahmen bilden Gerichte aus Kohl oder Sauerkraut, Hülsenfrüchte und Fleischsuppen: Sie können mehrere Tage gekühlt aufbewahrt werden und dann portionsweise erhitzt werden. Gemüse ist bekömmlicher, wenn es statt in Fett angebraten, in wenig Wasser gedünstet wird. Zum Schluss gibt man das Öl dazu. Um aufgewärmte Speisen bekömmlicher zu machen, kann man frische Kräuter oder frische Zutaten erneut hinzugefügt werden.
  1. Im ganzen Korn gekochtes Getreide ist sehr nahrhaft, aber nicht unbedingt bekömmlich.

Hirse und Reis werden von vielen Menschen gut vertragen. Um aber Hafer, Dinkel und Weizen im ganzen Korn gekocht vertragen zu können, braucht man eine starke Verdauung.

Es sei denn, man kocht das Getreide in viel Wasser solange, bis es zerfällt. Das ist das Geheimnis der Reissuppe, die in China regelmäßig zum Frühstück gegessen wird. Getreideflocken (Haferflocken, Dinkelflocken etc.), die 20 Minuten gekocht wurden wirken stärkend und nährend. Der weitverbreitete Frischkornbrei ist ebenso wie alle rohen Getreideflocken schwer bekömmlich und schwächt auf Dauer die Verdauung, insbesondere in Kombination mit rohem Obst, Milch, Joghurt oder anderen Milchprodukten.

  1. Milchprodukte wie Käse, Quark, Sahne und Joghurt schwächen die Verdauung oftmals schon, wenn sie in geringen Mengen gegessen werden, weil sie Wasseransammlungen begünstigen, die wiederum zu Übergewicht und Vitalitätsverlust führen. Der Hang zum Fast Food „Käsebrot“ ist nach Erfahrungen eine der Hauptursachen für die weite Verbreitung von Übergewicht. Für eine vegetarische Ernährung stellen Hülsenfrüchte das nötige Eiweiß zur Verfügung. Ihre Nahrhaftigkeit kommt dem des Fleisches am nächsten.
  1. Hülsenfrüchte werden durch frischen Ingwer und die Verwendung von Meeresalgen bekömmlicher. Eine kleine Menge Meeresalgen wie Kombu, Wakame oder Hijiki wird einfach mitgekocht. Als hochwertige Eiweißlieferanten gehören Linsen, Bohnen und Erbsen zu den unersetzlichen Nahrungsmitteln in der vegetarischen Küche. Da sie schwer verdaulich sind und schon geringe Mengen genügen, werden sie am besten zusammen mit Getreide und Gemüse zubereitet.
  1. Brühen aus Fleisch und Knochen sind Stärkungsmittel, die bekömmlicher sind als gebratene Fleischspeisen, insbesondere wenn ein Stück frischer Ingwer mitgekocht wird. Auf Vorrat gekochte Brühe eignet sich ausgezeichnet als Morgenmahlzeit, wenn sie mild gewürzt wird. Man wärmt eine Portion Fleischbrühe auf, gibt dabei frisches Gemüse zu und kocht es gar.
  1. Bioprodukte sind nahrhafter, bekömmlicher und weniger belastend für den Organismus.

Hochgradig raffinierte Produkte wie weißer Zucker, Limonade, Cola-Getränke, Konserven, Fertiggerichte und synthetische Aromen schwächen den Organismus auf Dauer.

  1. Tiefkühlkost, insbesondere tiefgefrorenes Fleisch ist äußerst unbekömmlich. Langfristig führt der regelmäßige Genuss von Tiefkühlkost – vor allem von tiefgekühlten Fertiggerichten zu Verdauungsbeschwerden und Vitalitätsverlust. Traditionelle Methoden wie das Einmachen oder die inzwischen weitverbreitete Technik des Einschweißens sind dagegen sehr gut zur Konservierung geeignet.
  1. Nahrung, die mit einem Mikrowellengerät in Berührung kam, ist gesundheitsschädlich. Fertigprodukte und konventionelle Butter aus dem Supermarkt fallen unter diese Kategorie. Tiefgefrorenes in der Mikrowelle erwärmt, führt zu einem Einschluss der Kälte im Inneren des Gerichts. Diese gelangt in den Körper und führt langfristig einer Erschöpfung der Nierenenergie – mit Symptomen wie Erschöpfung, Kälteempfindlichkeit und nächtliches Wasserlassen.

 

 

  1. Eisgekühlte Getränke kühlen den Verdauungstrakt zu sehr ab, so dass die Verwertung der Nahrung erschwert wird. Eher über den Tag verteilt heißes Wasser trinken, das beste

Gesundheitsmittel. Regelmäßig getrunken stärkt es den Verdauungstrakt und die Verdauung und hilft Übergewicht und Wasseransammlungen zu reduzieren.

  1. Süßigkeiten, Kuchen und Fruchtsäfte schwächen die Verdauung und begünstigen Übergewicht, wenn Sie regelmäßig gegessen werden, weil sie wie alle süßen Nahrungsmittel Wassereinlagerungen fördern. Gelüste auf Süßigkeiten zeigt eine schwache Verdauung an. Gekochte Mahlzeiten mit hochwertigen Zutaten und allem voran das warme Frühstück nähren den Organismus, so dass sich die Süßgelüste erfahrungsgemäß bereits nach wenigen Tagen reduzieren. Trockenfrüchte zusammen mit Sonnenblumenkernen bieten in der Zwischenzeit einen guten Ersatz für Schokolade.
  1. Aromatische und scharfe Gewürze sowie getrocknete und frische Küchenkräuter fördern die Verdauungsaktivität, erhöhen die Bekömmlichkeit von allen Speisen. Frischer Ingwer ist das beste Gewürz, wenn es darum geht Völlegefühl und Blähungen, Übergewicht, die Anzeichen einer schwachen Verdauung sind, zu beseitigen. Seine Wirksamkeit bei der Gewichtsreduzierung beruht darauf, dass er den Stoffwechsel anregt, wodurch Fett- und Wasseransammlungen reduziert werden. Kardamom leitet ebenfalls Feuchtigkeit aus. Estragon, Fenchel, Koriander, Kümmel, Majoran, Oregano, Rosmarin, Sternanis, wirken bekömmlichkeitsfördernd. Beachten sollte man, dass alle Kräuter erwärmend wirken und nicht im Übermaß genossen werden sollten.
  1. Verdauungsfördernd sind Teezubereitungen aus zerstoßenem Kümmel, den man 10 Minuten köchelt; ebenso eigenen sich Tees aus Fenchel, frischem Ingwer und Kardamom, je nach Geschmack. Da diese Getränke sehr erwärmend wirken, sollte man nur gelegentlich verwenden und bei Zeichen von Hitze, wie Schlafstörungen, Nachtschweiß, innerer Unruhe und Sodbrennen vermeiden.
  1. Bekömmliche Speisen aus hochwertiger Nahrung bewirken, dass der Körper rein und dynamisch bleibt. Das heißt, dass alle Abfälle, die bei der Verwertung der Nahrung entstehen, ausgeschieden werden. Dies ist insbesondere dann gegeben, wenn regelmäßig frisches Gemüse verzehrt wird, die immer auch einen wichtigen Anteil bei einem Gericht mit Fleisch, Fisch oder Hülsenfrüchten ausmachen sollten.
  1. Beim Essen sollte Ruhe einkehren, um Zeit zu haben das Gericht gut zu kauen. Lesen und Fernsehen beim Essen führen zur Nahrungsstagnation und langfristig zum Übergewicht. Sich mit allen Sinnen mit dem Essen beschäftigen.

 

Quelle:

Temelie, Barbara; Trebuth, Beatrice: Das Fünf Elemente Kochbuch: Die praktische Umsetzung der Chinesischen Ernährungslehre für die westliche KücheGebundene Ausgabe– 22. Juli 2009

 

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