Candida Therapie Berlin

Treffen wir immer nur auf Candida? An chronischen Pilzinfektionen sind oft auch andere Pilzarten beteiligt, wie Aspergillus und Cryptoccus. Sie sind in Ihren Eigenschaften und Zyklen denen von Candida albicans sehr ähnlich. Hier zum Hauptartikel – Candida.

Candida Therapie – Ist der Pilz wirklich der Übeltäter?

Nein und Jein. Erst einmal zum JEIN: Mykotoxine – die Stoffwechselprodukte von Pilzen können nach den neuesten Studien die Pankreas (Bauchspeicheldrüse) erheblich beeinflussen. In spagyrischen Analysen kann man immer wieder sehen, dass Mykotoxine nicht im Darm verbleiben, sondern sogar das endokrine System erreichen, zum Beispiel können die Rezeptoren der Nebennieren betroffen sein. Wenn dies der Fall ist, kann es unter Umständen zu einer Nebennierenerschöpfung kommen (Nebenniere und ihre Aufgaben – hier entlang). Die Nebenniere ist über mehrere Regel/Stoffwechselkreisläufe auch an der Verdauungsleistung beteiligt – bzw. der Digestion und Absorption.

Nun zum Nein: Ist der Pilz wirklich der Übeltäter? Ein ganz klares Nein aus 8 Jahren Praxiserfahrung. Der Pilz kommt erst wenn der Gastro-Intestinaltrakt schon stark in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Die Naturheilkunde spricht hier von einer Milieuverschiebung. Was ist passiert? Das ist so gar nicht einfach zu beantworten, aber hier wahlweise einige Konstellationen:

Candida Therapie – Candida und der Ebstein-Barr-Virus oder

Candida und der Cytomegalivirus

Ein schwerer Virusinfekt, z.B. EBV oder ein reaktivierter Cytomegalievirus (mehr dazu – hier entlang), kann das Immunsystem irritieren und die Dünndamschleimhaut in einen dauergereizten Zustand versetzen – mit der Folge einer Maldigestion und – absorption. Hier ist die Milieuverschiebung aufgrund der unvollständig verdauten Nahrung entstanden, denn unverdaute Nahrung führt langfristig zu Entzündungen. Die Leitkeime im Dünndarm sind Laktobazillen, diese siedeln nicht auf einer entzündeten Darmwand – etc. Hier ist also nicht der Pilz der Übeltäter sondern das Immunsystem, welches mit einer Virusinfektion nicht vollständig zu Rande kommt. Hier steht also mehr die Virusinfektion im Vordergrund und wird mit der Mikroimmuntherapie behandelt.

Candida Therapie – Candida und eine HPU

HPU – eine Stoffwechselstörung (die hoffentlich bald in den ICD-10 bzw. ICD-11 Katalog aufgenommen wird – dies ist der Ritterschlag für Erkrankungen) die hoffentlich aufgrund der immens wachsenden Kenntnisse im Rahmen der Genetik und der immer besser untersuchten Polymorphismen (hier entlang) hoffentlich noch viel exakter zu bestimmen sein wird. Aber nun zurück zur HPU – Hämopyrrolurie (mehr dazu – hier entlang) diese führt zu einem massiven Mineralstoffmangel – bei jedem HPUler zu einem ganz individuellen (nicht wie immer postuliert wird – generell Mangan, B6 und Zink) Bedarf. Viele haben mit ihrem Zinkspiegel Probleme lt. der Mineralstoffanalyse im Vollblut, das Auffüllen dauert seine Zeit und auch die richtige Dosis ist entscheidend. Wenn Zink fehlt kann sich eine Schleimhaut, respektive die Epithelschicht nicht erholen. Auch nicht „erholte“ Epithelschicht ist anfäliger für Entzüdnungen und Dysbiose. Hier ist die orthomolekulare Therapie entscheidend.

Candida Therapie – Candida und die Pankreas/die Leber/der Magen

Exokrine Pankreasinsuffzienz (hier entlang), zu wenig Magensäure (hier entlang) und nicht erkannte Nahrungsmittelallergien – dies sind die weiteren Ursachen für eine Milieuverschiebung. Leider wird auch immer wieder die Dünndarmfehlbesiedlung oder auf englisch SIBO (Small intestinal bacterial overgroth) in diesem Zusammenhang erwähnt. Das kann ich aus der Praxis nicht bestätigen. Die Dünndarmfehlbesieldung ist eine multifaktorielle Erkrankungen und basiert auf einer klassischen Dysbiose (meist zu wenig Laktobazillen, aufgewuchtete Clostridein und Klebsiellen, weil zu schlecht verdaut wird), einer Fehlsteuerung des Immunsystems und viralen Erregern (mehr dazu – hier entlang). Hier die Stärkung der Verdauungsstrecke der tragende Ast der Therapie.

Candida Therapie – Candida und die Gene

Mehr aus der Genetik – was nur als Auswahl dienen soll: Wer auf dem FUT2 Gen einen Polymorphismus hat, verfügt über weniger Abwehrproteine aus der Darmwand, die Abwehr von Pilzen und Parasiten kann somit zum Problem werden. Genauso das Gen ATG16L1 welches den Autophagieprozess an der Darmschleimhaut unterstützt. Es wird ein Enzym/Protein von diesem Gen abgelesen, welches für den natürlichen Prozess der Zellreinigung und -regeneration wichtig ist. Dabei werden beschädigte Zellstrukturen erkannt, dann in kleinste Bausteine zerlegt und schließlich über den Stoffwechsel abgebaut ggf. wiederverwendet. Parallel wird der entstandene Zellschaden repariert (hier entlang- FUT2). Bei der Genveränderung, bzw. des Polymorphismus (SNPs) des ATG16L1 Gen ist ein einzelner Proteinbaustein (Aminosäure) verändert in der Region die für die Atophagie zuständig ist – es ist an der kritischen Stelle die Aminosäure Threonin durch die Aminosäure Alanin an Proteinposition 300 ausgetauscht worden. Diese Veränderungen können den Autophagie-Prozess beeinflussen, so dass abgenutzte Zellteile oder schädliche Bakterien die sonst zerstört würden, eine unangemessene Reaktion des Immunsystems auslösen können und zu chronischen Entzündungen an der Darmwand führen kann.

Candidose – die immer wieder kommt. Wieso?

Wenn nur der Pilz therapiert wird ohne die Ursache mit aufzugreifen, kann er sich immer wieder ansiedeln. Wenn ein Arzt bzw. Gastroenterologe einen positiven Befund festgestellt hat, dann um eine weitere und umfangreichere Untersuchung bitten. Endokrinologen können auch helfen, um zu schauen ob der Cortisolspiegel ausreichend ist, die Schilddrüse im Normwertebereich Schildrüsenhormone produziert (Schilddrüse – welcher Werte?) und auch eine umfassende Serologie wäre gut, wenn eine schwere Infektion den Problemen vorausgegangen ist. Hier ist eine Übersicht zu Werten die eine Serologie enthalten sollte: EBV Diagnostik

Candida Therapie – Sollte der Pilz auf Diät gesetzt werden? Candida-Diät?

Auch dieses liest man/Frau immer wieder. Aber Pilze sind wirkliche Überlebenskünstler und verändern Ihre Form bei zu wenig Nahrungsangebot, um zu überleben (Candida – hier entlang). Also aushungern ist am Thema vorbeigearbeitet. Eher ist eine Ernährung ohne Zusatzstoffe und aus biologischem Landbau wesentlich wichtiger. Gerade die Pestizid- und Herbizigbelastung ist ein wesentlicher Faktor für eine geschädigte Darmflora. (Glyphosat – hier entlang).

Disclaimer

Ich rate Ihnen dringend von einer Eigenbehandlung ab. Suchen Sie bei ernsten Beschwerden einen Heilpraktiker/in oder Arzt/ die Ärztin Ihres Vertrauens auf, welcher die Diagnostik und/oder die Behandlung durchführt.

Kontaktdaten:

Heilpraktikerin
Kristina Rummelsburg
Wittelsbacher Straße 27
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